Bessarabiendeutscher Verein e.V.

Aktuelles

Arbeitskreise der Heimatgemeinden

Grundgedanken über die Arbeit und die Aufgaben der Arbeitskreise der Heimatgemeinden

Bessarabiendeutscher Verein – Arbeitskreise der Heimatgemeinden

Im Laufe ihrer Entwicklung haben die Arbeitskreise der Heimatgemeinden immer wieder neue und wechselnde Aufgaben übernommen. Neben den wichtigen, längst abgeschlossenen Aufgaben beim Lastenausgleich, waren die Arbeitskreise zunächst mehr Kristallisationspunkte aber dann Bindeglieder für die ehemaligen Bewohner der verschiedenen Dörfer.

1. Sie sind die Bindeglieder zwischen den einzelnen ehemaligen Dorfbewohnern hier in Deutschland und in Übersee. Durch Briefe und Gespräche halten sie den Kontakt zu den ehemaligen Bewohnern, aber besonders durch die vielen Ortstreffen der einzelnen Heimatgemeinden. Wer die Wiedersehensfreude und die eifrigen Gespräche erlebt hat, kann ermessen, dass diese Treffen für viele persönlich viel bedeutet haben. „Leit war des schee, ich kann Eich ganet sage wie des schee war." (Zitat einer Besucherin).

2. Sie sind auch Bindeglieder zwischen den ehemaligen Bewohnern in Bessarabien und den heutigen Einwohnern dieser Dörfer. Dies beweisen die vielen Freundschaften, die sich zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern der Dörfer entwickelt und auch die vielen Jubiläumsfeste, die dort und hier stattgefunden haben. Als Zeichen hierfür stehen in über 60 Gemeinden Gedenksteine oder Ehrenmale zu Ehren der Gründer und ehemaligen Einwohner dieser Dörfer. Die bestehenden Beziehungen weiterzuentwickeln, die Gedenkstätten in Ordnung zu halten und die Erinnerung zu bewahren ist eine große Aufgabe, die unsere Arbeitskreise in Zukunft haben.

3. Sie waren und sind die Träger der humanitären Hilfe, die in den vergangenen Jahren vielen Menschen aus dringender Not geholfen hat.

4. Sie sind Bindeglieder zwischen den ehemaligen Heimatgemeinden und dem Bessarabiendeutschen Verein.

5. Die vielen Ortschroniken, die schon erstellt wurden und noch werden stellen einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung und Vertiefung geschichtlicher Zusammenhänge und damit zur Identität unserer und der Geschichte der jetzigen Bewohner dar.

6. Die Erstellung von Bildarchiven (Bilder, Dias, Filme, Videos, CD, DVD) über die Dörfer wie sie früher waren und heute sind haben die Arbeitskreise viel geleistet und damit einen wertvollen Beitrag geleistet. Es gibt viele dieser Dokumente, die es Wert wären für später erhalten zu bleiben. Hierfür ist eine enge Zusammenarbeit mit den Heimatmuseum eine weitere und ganz wichtige Aufgabe. Diese Bildersammlungen eignen sich aber sehr gut für Bilderausstellungen bei Ortstreffen, denn das weckt Interesse, lockert die einzelnen Treffen auf und schafft auch Beziehung zur jüngeren Generation. Außerdem sind sie eine gute Grundlage für Bildbände, die meistens mit großem Interesse aufgenommen werden.

7. Die Weitergabe der Erfahrungen und Erlebnisse der Vergangenheit und der Gegenwart an die jüngere Generation. Dazu ist ein Gedankenaustausch ein ganz wichtiges Instrument. Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft.. Das bedeutet aber Auseinandersetzung mit der Geschichte und bedeutet genau so ein hohes Engagement.

Vieles wurde schon getan, aber es gibt auch noch sehr viel zu tun.
Wir werden versuchen für einzelne Schwerpunkte Ansprechpartner zu finden und Arbeitsgruppen zu gründen. An die können sich alle wenden, die Fragen dazu haben.

geschrieben am 14.03.2009 um 11:03 Uhr.


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