Bessarabiendeutscher Verein e.V.

Kurzinformation über BESSARABIEN

Auswanderungswege nach Bessarabien im 19. Jahrhundert

  

Die ersten Gruppen kamen von Polen nach Bessarabien.

Die Württemberger fuhren anfangs mit Ulmer Schachteln auf der Donau.

Spätere Gruppen auf dem Landweg über Lemberg.

 

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Bessarabien, das Land zwischen Pruth und Dnjestr am nördlichen Ufer des Schwarzen Meeres, ist seit alters her ein Durchzugsgebiet der Völker aus den Steppen Südrusslands und Asiens nach dem Balkan. Im 14. Jahrhundert gehörte der südliche Teil zur Herrschaft Basarab I. in der Walachei.   

Im Norden und in der Mitte Bessarabiens wohnen mehrheitlich Moldauer (dieser Teil war auch seit 1367 mit dem Fürstentum Moldau vereint), im Süden lebten seit dem 13. Jh. Tataren und seit dem 15. Jh. auch Türken. Im dritten russisch-türkischen Krieg 1806 - 1812 verließ die türk-tatarische Bevölkerung Bessarabien.

Russland erhielt im Frieden von Bukarest 1812 Bessarabien zugesprochen und siedelte in den Folgejahren im menschenleeren Süden Bulgaren, Deutsche und Ukrainer an. Das russische Gouvernement Bessarabien umfasste eine Fläche von 44.422 qkm. Von 1814 bis 1842 siedelten rund 9.000 Deutsche auf fast 150.000 ha Kronsland und gründeten darauf (einschließlich Schabo) 25 Mutterkolonien.

1918 wurde Bessarabien rumänisch. Bei der Volkszählung 1930 waren 2,8% der Gesamtbevölkerung Deutsche. 1940 wurden 93.000 Deutsche umgesiedelt, die vorübergehend im Wartheland und in Danzig-Westpreußen eine Heimat fanden.

Seit 1990 gehören der mittlere Teil Bessarabiens zur Republik Moldau (rumänisch: Republica Moldova), der südliche und nördliche Teil zur Ukraine.

     

 

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