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Übersicht über die Inhaltsverzeichnisse der Jahrbücher der Dobrudschadeutschen von 1956 - 1977


: Biografien

Zwischen allen Fronten: Emil, ein Bauernsohn aus Bessarabien
Artikelnummer: 1545
Autor: Siewert, Andreas

9.80 €

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Buchbesprechung von Renate Kersting

Als Emil Siewert, geboren 1927 in Neu-Elft/Bess., im Jahr 1944 vom Reichsarbeitsdienst zu seinen Eltern im Wartheland zurückkehrt, findet er seinen Einberufungsbefehl vor. Er kommt nach Ellwangen/Württ., wo Rekruten im Eiltempo für die Waffen-SS kriegstauglich gemacht werden sollen. Bei den letzten Kriegshandlungen 1945 kommt Emil in amerikanische Gefangenschaft. Dann folgt die Übergabe an die Franzosen und er wird als französischer Kriegsgefangener im Bergbau eingesetzt. Anfang 1946 wird er aus der Gefangenschaft in die russisch besetzte Zone entlassen, wo seineSchwester mit ihren Kindern nach derFlucht lebt. Emil ist zuversichtlich, dass sich nun sein Leben zum Guten wendet, doch eine Begebenheit bei der Feier zum Tag der Arbeit am 1. Mai 1946 wird ihm zum Verhängnis. Sein Freund Heinz reißt beim Verlassen des Lokals einen Anschlag von der Tür, der in deutscher und russischerSprache den Dorfbewohnern etwas bekannt gibt. Emil und sein weiterer Freund Helmut, die ihm folgen, treten zwangsläufig auf das Plakat. Drei Tage später werden die drei Freunde wegen Beleidigung der siegreichen Sowjetunion verhaftet. In einer Gerichtsverhandlung wird Heinz zum Tode verurteilt, Emil und Helmut zu 10 Jahren Straflager. Sie kommen in das frühere Konzentrationslager Sachsenhausen, das jetzt der sowjetischen Militäradministration als Internierungslager dient. Durch die schlimmen Haftbedingungen erleidet Emil gesundheitliche Schäden. Es folgen Verlegungen in andere Gefängnisse, u. a. in die Haftanstalt Bautzen. Im Jahr 1950 werden die vom Kriegstribunal der russischen Besatzungstruppen Verurteilten der Deutschen Demokratischen Republik übergeben. Emil wird aufgrund des Gnadengesuches seines Bruders, der seit seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft in Langenburg lebt, nach 9 Jahren Haft vorzeitig entlassen, jedoch nicht in die BRD sondern,weil er nicht auf die Bedingungen des Staatssicherheitsdienstes eingeht, an seinen Wohnsitz vor der Verhaftung in der DDR. Seine Fahrt mit der Bahn nach Brandenburg führt über Berlin. Gleich an der ersten Station in Westberlin geht Emil das Wagnis ein und verlässt den Zug. Sein großer Wunsch, zu seinem Bruder nach Langenburg zu kommen, wo erals Soldat kurz nach seiner Ausbildung auch war, geht in Erfüllung. Der Autor und Bruder von Emil Siewert berichtet ausführlich über Verhörmethoden und Haftbedingungen sowie über die Geschichte der verschiedenen Gefängnisse und, wie weder Abenteuerlust noch vorsätzliches Handeln, sondern unglückliche Umstände zu diesem schlimmen Lebensabschnitt seines Bruders führten. Emil Siewert, der laut Führungsberichten der Haftanstalten Bautzen und Waldheim wegen Sabotage und Spionage verurteilt  worden war, erhält aufgrund des Gesetzes der Russischen Föderation über „Rehabilitierung der Opfer politischer Repressalien“ vom 18.10.1991 seine Rehabilitierung, wenn auch erst am 18. Oktober 2002.

Das Buch „Zwischen allen Fronten“ von Andreas Siewert, 21 x 15 cm, 77 Seiten, kann zum Preis von 9,80 € zzgl. Versandkosten beim Bessarabiendeutschen Verein in 70188 Stuttgart, Florianstr. 17 per Post, Telefon (0711-440077-0) oder E-Mail (verein@bessarabien.de) bestellt werden.

 

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