Zum vierten Mal fand die Gedenkfeier zu ehren der Opfer der NS-"Euthanasie" statt. Zu Gast war u.a. Susanne Schlechter, die zu diesem Thema geforscht hat.
„Isijas Geschichte“ ist ein erschütterndes Dokument des „Holocaust durch Kugeln“, welchem in Osteuropa 1,5 Mio. Juden zum Opfer gefallen sind. Der aus Sarata stammende Isija überlebte die Kugeln, war aber noch lange nicht in Sicherheit.
Im Vorwort des Gedenkbuches/ Jiskor-Book von Akkermann erläutert das Redaktionskomitee seine Beweggründe, die Erinnerungen an die ehemaligen und nun aber zerstörten jüdischen Gemeinden in und um Akkermann zu sammeln und aufzubereiten.
Nachdem es Juden anfangs nicht erlaubt war, in Tarutino zu siedeln, so kamen sie später, als dieser Erlass aufgehoben wurde, aus Polen, Litauen und anderen Gegenden in das Städchen. Doch wie sah dann das jüdische Leben in Tarutino aus? Shmuel Brillant schildert seine Erlebnisse.
Aharon Kaminker zeichnet ein fast poetisches Bild seines Heimatortes Schabo und gibt interessante Einblicke in das Leben der jüdischen Bevölkerung. Auch die Auswirkungen von Progromen und den Weltkriegen beschreibt er eindrücklich.
Woldemar Mammel stellt jiddische Lieder vor, die er aus seiner Kindheit kennt und zeigt, wo sie zu finden sind. Darunter "Main steitele Belz" von Theodor Bikel oder "Dos Lid fun Besarabye" interpretiert zum Beispiel von Maksim Levinsky.
Zum Kulturtag brachte Gertrud Effinger eine Brosche, deren Geschichte eine wunderschöne jüdisch-deutsche Freundschaft in Bessarabien erzählt. Diese und weitere Geschichten erzählt Woldemar Mammel in seinem Beitrag.
Was ist geworden aus den ehemaligen jüdischen Nachbarn aus Bessarabien? Haben sie den Krieg überstanden? Woldemar Mammel begibt sich auf die Suche nach der Familie Averbruch.