Biografie
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Johann Kräenbring

Oberlehrer
* 22. Dezember 1879,
Tarutino
† 8. November 1968,
Wohnsitz letzten 2 Lebensjahre: Sachsen bei Ansbach/Bayern; beerdigt in Wasseralfingen/Württ.

Familie

Eltern: Ludwig Kräenbring

und Karoline geb. Briske

Familie:

03.06.1899 Heirat mit Emilie geb. Böttcher

3 Söhne, 4 Töchter

 Johann Kräenbring
Johann Kräenbring

Sonstiges

  • Führer und Anhänger der Brudergemeinschaft

Veröffentlichungen

  • Mehrere Veröffentlichungen im Jahrbuch/Heimatkalender der Bessarabiendeutschen (u.a. über seine Erlebnisse als russischer Soldat des Ersten Weltkriegs. Jahrbuch 1958)
  • min. ein Artikel im Mitteilungsblatt
  • Artikel in der DZB Deutschen Zeitung Bessarabiens

Literatur

Horst Eckert: Für Volkstum und Glaube. Otto Broneske und die Bessarabiendeutschen im 20. Jahrhundert. Stuttgart, 2016.

Richard Heer: Die alte und die neue Heimat der Bessarabien-Deutschen. Eine Dokumentation. 1920 – 1980. Bietigheim-Bissingen.

Horst Eckert: Aufstieg, Wirken und Fall des Oberpastors Daniel Haase. Laatzen, 2012.

Ernst Höger (Hrsg.): Heimatbuch Borodino und Friedrichsfeld. Neuhofen, 1982.

Ernst Höger (Hrsg): 175 Jahre Borodino – 1814 bis 1989 Borodino und Neu-Borodino (Bessarabien) – Ein Bildband. Geiger Verlag, Horb am Neckar, 1989.

Johann Kräenbring: Erinnerungen aus meiner Tätigkeit als Lehrer in Bessarabien. In: Bessarabischer Heimatkalender 1959.

Cornelia Scharb: Tradition im Wandel. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2007.

Stefanie Wolter: NS-Einfluss auf die Deutschen in Bessarabien. Stuttgart 2013.

Johann Kräenbring +. In Mitteilungsblatt des Hilfskomitees der ev.-luth. Kirche und der Landsmannschaft der Deutschen aus Bessarabien (24), 23. Jg., Hannover 1968.

Ereignisse

Bis 1893
Volksschule in Tarutino
1894 – 1897
3 Jahre Wernerschule in Sarata
1897 – 1899
Hilfslehrer, Küstergehilfe u. Organist in Tarutino
1898
Staatsprüfung in Komrat, einschl. Berechtigung an russischen staatlichen Schulen zu unterrichten
1899
Lehrer, Küster u. Gemeindeschreiber in Sofiewka
1904
Absolvierung eines Buchhalterkurses in Moskau
1905
Angestellter im Gemeindeladen in Alt-Posttal
1905 – 1907
Lehrer u. Küstergehilfe in Borodino
1907 – 1929
Lehrer und Küster in Borodino
1915 – 1917
Soldat im Ersten Weltkrieg, Arbeitsbataillon in Baku am Kaspischen Meer
1927 – 1933
Vertreter der bessarabiendeutschen Lehrerschaft im ev.-luth. Konsistorium (hat u.a. die Statuten für das Küsterlehreramt ausgearbeitet)
1929 – 1940
Lehrer in Tarutino
Ab 7.3.1937
Kurator
03.08.1937
Verfahren gegen Daniel Haase, Johann u. Emil Kräenbring. Urteil

Urteil des Bezirksdisziplinargericht für J. Kräenbring: Verlust des Ehrenrechts für 5 Jahre u. aller kirchlichen Vertretungsämter. Anschließende Klage Kräenbrings gegen Baumann u. Heier wurde abgewiesen

05.10.1937
Gerichtsverfahren gegen C. Kalmbach und J. Kräenbring wegen Auflehnung gegen die Staatsordnung
1940 – 1944
Volksschullehrer im Deutschen Reich, die letzten drei Jahre in Bromberg/Westpreußen
1944
Versetzung in den Ruhestand
1944
6 Monate Tätigkeit im Sippenamt in Bromberg, an Stelle seines zum Militär einberufenen Cousins Artur Kräenbring
1946 – 1954
Religionslehrer in Dewangen, Krs. Aalen/Württ.
Ab 1954
Wohnsitz in Wasseralfingen/Württ.