Biografie
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Richard Baumgärtner

* 5. Juli 1909,
Seimeny/Bessarabien (als 9. von 14 Kindern)
† 6. August 1981,
Hamburg

Familie

Eltern: Heinrich Baumgärtner (Bauer) und

Luise geb. Schüler (beide aus Alexanderhilf/Cherson)

Ehefrauen:

  • Heirat mit Emma geb. Fischer am 17.06.1934; 2 Töchter: Inge u. Brigitte
  • Heirat mit Renate geb. Heinrich
 Richard Baumgärtner
Richard Baumgärtner

Veröffentlichungen

Im Mitteilungsblatt, Heimatkalender, Bessarabischer Beobachter (BesB), Deutsches Volksblatt (DV)

Sonstiges

Klavier spielen

Literatur

Artur Kräenbring: Ein Leben für die Gemeinschaft. In: Mitteilungsblatt des Hilfskomitees der ev.-luth. Kirche und der Landsmannschaft der Deutschen aus Bessarbien (12), 34. Jg., Hannover, 1979.

Cornelia Scharb: Tradition im Wandel. Böhlau Verlag Köln Weimar Wien, 2007.

Hugo Schneider: Richard Baumgärtner (1909 – 1981). In: Heimatkalender der Bessarabiendeutschen 1983, Hannover.

Emil Seitz: In memoriam Richard Baumgärtner +. In: Mitteilungsblatt des Hilfskomitees der ev.-luth. Kirche und der Landsmannschaft der Deutschen aus Bessarbien (17), 36. Jg., Hannover, 1981.

Stefanie Wolter: NS-Einfluss auf die Deutschen in Bessarabien. Stuttgart 2013.

Traueranzeige. In: Mitteilungsblatt des Hilfskomitees der ev.-luth. Kirche und der Landsmannschaft der Deutschen aus Bessarbien (16), 36. Jg., Hannover, 1981.

Ereignisse

Volksschule in Seimeny
1920 – 1927
Wernerschule in Sarata
Abschluss mit 1. Lehrerprüfung
Dazwischen: Militärdienst im rumän. Heer in der Offiziersschule Bacäu, Leutnant d. R.
1927 – 1930
Erste Lehrerstelle in Alisowka (Halle)
1931 – 1939
Lehrer in Neu-Elft
1934
Mitglied im deutschen Volksrat
01.09.1938
Berufung zum Bezirksschulaufseher für die ev.-luth. Volksschulen in Bessarabien durch das Bezirkskonsistorium
  • Von der Gauleitung mit der NS-Erfassung der deutschen Lehrer Bessarabiens beauftragt (BArch R 57/52)
  • 1939 Erarbeitung der Grundlagen für die Organisation der 67 genehmigten deutschen Volksschulen (Kirchenschulen) mit A. Kräenbring
Ab 1932
Mitglied der Selbsthilfe in Bessarabien
  • Ab 1938 Schriftleitung der Beilage „Schule und Erziehung“ des Deutschen Volksblatts DV
  • Ab 1938 Beschaffung eines Schulungsbriefes für die NS-Lehrerschaft (BArch R 57/52)
  • „Der Davidstern sei das Gegenstück des Hakenkreuzes, des Siegeszeichens der alten Germanen und das Wahrzeichen des Antisemitismus, führte Lehrer Richard Baumgärtner, der spätere Bezirksschulaufseher, aus. Er tat sich mit einigen dezidiert aggressiven, antijüdischen Artikeln hervor, identifizierte jüdisch mit materialistisch, marxistisch, international und las die „Protokolle der Weisen von Zion“ als authentische Quelle für die angeblich angestrebte Weltherrschaft der Juden. In einer primitiven dichotomen Aufteilung projizierte er alles Schlechte, Kritikwürdige auf das Judentum und schrieb alles Gute, Erstrebenswerte dem Deutschtum zu.“ (Schlarb: Tradition. S. 233)
1939
Stipendienreferent im Gaurat
1940 – 1942
Referent für Schulfragen bei der Volksdeutschen Mittelstelle in Nürnberg u. in Posen
1942 – 1945
Oberleutnant u. Ordonanzoffizier beim Stab eines Armeekommandos an der Ostfront
1945 – 09.10.1953
Kriegsgefangenschaft; zu 25 Jahren verurteilt; erst in Tiflis, dann im Kohlerevier des Donezbeckens
1954 – 1974
Klassenlehrer an einer Realschule in Hamburg-Rahlstedt
ab 1962
Mitherausgeber des Heimatkalenders
ab 1962
Schriftleiter des Mitteilungsblattes
ab 1963
Landesvorsitzender der Landsmannschaft Landesstelle Hannover
Bundesvorstandsmitglied
Bundespressereferent
Landesjugendwart