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Irion-Gut

Heute Ukraine

Gründungsjahr

1899

Kreis

Akkerman
Irion-Gut
Irion-Gut

Karte

Historie

Das Gut gehörte zum Großgrundbesitz des Fürsten Demidow. Es lag zwischen den Besitzungen von Adolf Kurz und Eduard Fuchs als langes Rechteck, mit der kürzeren Seite an das Meer Reichend. Das Land wurde im Jahre 1899 von Daniel Irion aus Neu-Elft gekauft, zusammen 111 Deßjatinen. Als Erben übernahmen die Söhne Rudolf und Immanuel Irion sowie deren Schwester Christine, verheiratete Brost, das Gut und bewirtschafteten es von Sofiental aus bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. Nach dem Kriege wurde das Land durch die Agrarreform enteignet. Nach vielen Mühen konnten die Brüder Irion von der "Casa Noastra" in Akkerman das Land wieder zurückerhalten. die Nachbarn Reimann, Roduner, Fuchs und Enßlen wiesen nach, daß die Enteignung widerrechtlich erfolgt war. Das Land wurde den Brüdern Irion wieder zugesprochen; zwei Ernteerträge waren jedoch verloren. Die beiden Brüder wurden nach der Umsiedlung im Kreise Krotoschin angesiedelt. Rudolf übernahm das Stadtgut der Stadt Krotoschin. Er wurde während des Krieges eingezogen, ist nach Kriegsende nach Itzelberg in Württemberg gelangt, wo er mit seiner Familie im eigenen Haus lebt. Auch Immanuel Irion hat es in Hessen zu einem eigenen Haus gebracht. Beide Brüder hatten sich in Bessarabien tatkräftig für das Allgemeinwohl eingesetzt. Rudolf als Vertreter des Volksrates, Immanuel als Vertreter der Bauernschaft. In den Familien beider Brüder waren im Zweiten Weltkrieg keine Opfer zu beklagen.

(Quelle: Heimatbuch der Bessarabiendeutschen, Albert Kern, Seite 368)