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Atmatscha

Atmagea seit 1940

Gründungsjahr

August/ September 1848

Kreis

Früher Kreis Tulcea, heute Rumänien (Wikipedia)
Atmatscha
Atmatscha

Lokalisierung

Atmagea liegt im heutigen Rumänien und ist über Ciucurova (früher Tschukurowa) erreichbar.​ (Wikipedia)

Karte

Gründerfamilien

Zuerst kammen nur vier Familien, Ludwig, Kalk, Jakob Dörmann, Christan und Georg Kraus Adam Kühn kam etwas später.

Einwohner

451

Volkszählung 1930:   
Einwohner 1940:
Umgesiedelt 1940-43: 543
Einwohner 2002:

Anzahl der Familien Umsiedlung

73 Familien

Besonderheiten der Kolonie

Die meisten Siedler waren aus Westpreußen und Polen, Genannt werden auch Polen, Pommern, Mecklenburg-Schwerin, die Provinz Brandenburg und Sachsen, Berlin und sogar Württemberg.

Atmatscha ist die zweit ältetste Kolonie der Dobrudscha.

Dominante Sprache und Mundart

Wohl in keinem anderen Dorf der Dobrudscha hat sich der heimatliche Dialekt so ausgesprochen und unverfälscht erhalten wie das breite, etwas singende Platt.

Glaubensrichtung

Es waren ausschließlich evangelische Familien.

Hauptbeschäftigung

Zuerst wohnten sie in Rohrhütten, dann in Erdbuden (bordee). Um Ackerland zu gewissen musste der Wald gerodet werden. Die Kolonisten brannten Holzkohle und brachten sie nach Pecineaga, um dort dafür Mehl einzutauschen. Die Ausbeutung der Wälder erwies sich durch die Lieferung von Stämmen für die Dammbauten in Sulina sehs erträglich. Jeder wurde zum Eigentümer von so viel Land, als er sich freilegte und in Bebauung nahm, Durch die Neuordnung der Grundbesitzverhältnisse durch die rumänische Regierung wurden jeder Familie mindestens 10 ha Land überlassen. Es herrschte in Atmdscha von Anfang an einen lebhaften Ordnungs- und Gemeinsinn und ist wohlweislich das Verdienst von Adam Kühn, der durch die Begabung und Charakter eine Persönlichkeit von ausgeprägtem Führertalent darstellte.

Die Hausplätze sind verschieden groß, der Weinbau fand erst später Aufnahme. Er brachte gute Ergebnisse, bis er durch die Phylloxera wieder vernichtet wurden. Angebaut wurden Weizen, Hafer, Gerste und Maus. Viehzucht war von geringer Bedeutung.

Literatur/Referenzen

Stiller, A. u. G. (1986): Heimatbuch der Dobrudscha 1840-1940 (Hrsg.) Landsmannschaft der Dobrudscha- und Bulgariendeutschen e.V.