Mir Bessaraber. Lieder von Juden und Deutschen.
Wenn ich deutsch-bessarabischen Freunden und Verwandten von Liedern der Juden aus Bessarabien erzähle, gibt es immer erstaunte Gesichter. „Wo kann man diese Lieder hören?“ Ja früher nur auf Schallplatten, heute auf CDs und natürlich im Internet auf YouTube. Und zwar nicht wenige. Ein paar davon möchte ich hier vorstellen.
Pogrom im Walzertakt
Aber gleich das Erste konnte ich auf keinem dieser modernen Medien entdecken. Auch nicht in älteren jiddischen Liederbüchern. Meine Mutter hat es manchmal gesungen.
Di kazapn senen gekimen - Die Kazapen (Kosaken) sind gekommen
dus blit is gespretzt on die wend - Das Blut ist gespritzt an die Wände
sej hubben de sejdene klejder - Sie haben die seidenen Kleider
dene mejdele weggenemt. - Den Mädchen abgenommen.
Wenn meine Mutter dieses schauerliche, jiddische Lied uns Kindern vorgesungen hat, dann saßen wir mucksmäuslesstill da und sagten nur: „nochmal“.
Bei einem Arziser Juden, Jankel hieß er, hatte sie es wohl in den 20er Jahren gehört. Und wenn ihre Schwester Lilli Schnaidt, unsere Tante Lilli, zu Besuch war, sangen sie es zusammen zweistimmig. Die „Herrmann Sisters“ würde ich sie heute nennen, denn ihr Gesang erinnert mich nachträglich sehr stark an den Sound der berühmten „Berry Sisters“, die viele jiddische Lieder weltweit bekannt gemacht haben.
Meine Mutter meinte, dass das nur der Anfang, vielleicht die erste Strophe eines längeren Liedes wäre. Aber den Rest hatte sie vergessen.
Dieses Lied schildert die Grausamkeiten, die Juden bei einem Pogrom erlitten hatten. Natürlich würde ich gerne wissen, bei welchem Pogrom dieses Lied entstanden ist. Aber seit 1881, der Ermordung Zar Alexanders II., wurden in vielen südrussischen Städten immer wieder Juden von aufgestachelten russischen Menschenmassen ausgeraubt, ermordet und vergewaltigt.
International bekannt wurde das Kischinever Pogrom von 1903. Und auch das Multikulti-Odessa blieb 1905 nicht verschont. Aus dem Akkermaner Pogrom, ebenfalls 1905, flüchteten viele Juden in die deutschen Siedlungen, z. B. nach Sarata.
Die blutrünstigen Kazapen sind bestimmt nicht die Kazapen, von denen meine Oma erzählt hat. Sie hat damit die recht friedliebenden Lipowaner gemeint. Im Lied steht diese Bezeichnung ziemlich sicher entweder für „Kosaken“ oder allgemein für „Russen“.
Die leichte Melodie im Walzertakt lässt einem die Brutalitäten des Textes fast vergessen.
Das war das einzige jiddische Lied, das meine Mutter kannte. Ansonsten wurden bei uns zuhause die „Deutschen Weisen“ rauf und runter gesungen. Wenn aber die Don-Kosaken einen Auftritt in der Nähe hatten, dann saßen wir alle dort und waren hingerissen von dem kleinen Serge Jaroff, wie er mit kurzen zackigen Bewegungen seinen Männern diese gewaltigen Stimmen entlockte. Dann hörte man in unserem Haus eine Woche lang nur noch „Russische Weisen“. Schon morgens „Die Abendglocken“ und die „Wolgaschlepper“. Oma und Opa hatten feuchte Augen und zahlten meiner Schwester a Zehnerle, damit sie nochmal „Ich bete an die Macht der Liebe“ auf dem Klavier spielte. Ich bin mir sicher, dass meine Familie auch jiddische Liederabende besucht hätte, wenn es in den 1950ern schon welche gegeben hätte.
Majn Stejtele Belz
1963 entdeckte ich in einem Stuttgarter Schallplattenladen zufällig eine Platte: „Jiddische Lieder“, gesungen von Theodor Bikel. „Das ist doch das Jiddisch meiner Großeltern!“ Ich konnte mich nicht satthören. Immer wieder habe ich die Platte laufen lassen. Ich hatte ja keine Ahnung von dieser Vielfalt an wundervollen Liedern!
Das Lied von „Belz, majn stejtele Belz“ hat mich damals besonders berührt. Hatte doch mein Vater von dem jüdischen Leben in Belz erzählt. Er war dort mehrere Jahre in der Umgebung als Küsterlehrer tätig. Die Erinnerung an schöne Kinderjahre werden besungen, aber auch der Zerfall des alten heimatlichen Hauses.
Den Text übertrage ich aus der Version von Theodor Bikel, die man auf YouTube unter „Theodor Bikel Main steitele Belz Miasteczko Belz“ findet. Er singt in für uns verständlicherem Standartjiddisch. Deshalb übersetze ich nicht alles und zitiere auch nur den Anfang:
Oj as ich derman sich - Oj wenn ich mich erinnere
in majne kinderjorn - an meine Kinderjahre
un wi a cholem wird mir ales klor - dann kommt mir alles vor wie ein Traum
wi sejt ois dos schtibele - wie sieht die Stube aus
wos hot geglanst - die so strahlend ausgeschaut hat
on dos bejmele - und das Bäumchen
wos ich hob es geflanst. - das ich selbst gepflanzt habe.
Oj, oj, oj Belz
majn steitele Belz
majn hejmele dort wu ich hob
majne kindrische joren farbracht.
Jejdn schabes fleg ich lojfn
mit ale jinglech glajch
sitzn unter die grininke beimala
warfn schtejnalach in tajch.
Theodor Bikel (1924 – 2015) verehre und bewundere ich immer noch. Er wurde in Wien geboren, hat sechs Sprachen gesprochen und war einer der besten Interpreten jiddischer Lieder.
Auf YouTube kann man sich eine große Anzahl unterschiedlicher Interpretationen dieses Liedes anhören. Die französiche Jiddisch-Sängerin Talila singt es sehr schön mit südjiddischem Akzent unter „YouTube Talila und Ensemble de Kol Aviv Mayn Stetele Belz“
Maya Saban aus Berlin hingegen macht aus dieser Kinderzeit-Sehnsucht einen tanzbaren Disco-Hit. YouTube: Maya Saban/ Jewdyssee Beltz, Mayn Shtetele
Sie will „alte jiddische Klassiker ins Heute holen, und ein bisschen swingiger machen“. Das ist ihr super gelungen mit diesem Song von 1928. Jiddisch lebt! Die Fans schreien nach mehr.
Dos lid vun Besarabye
Wenn Juden aus Bessarabien dieses Lied hören, weckt das starke heimatliche Gefühle. Die Erinnerung an die Täler, und an den Wein, das verursacht Wehmut und Freude. In einem zweiten Teil wird der Verlust eines Lämmchens beklagt, das ein Schäferkind verloren hat. Ein häufiges Motiv in jiddischen Liedern.
YouTube: „Dos Lid fun Besarabye_Yiddish Song_(Maksim Levinsky).“
Sejr fil lider hob ich gekent
un ale senen mir deressn - alle sind mir überdrüssig geworden
nor ejn lid wil ich gedenkn
wel es kejnmol nit fargessn
Oj di felder fun bessarabie
land fun wajn un land fun trojer - Land mit Wein und Land mit Trauer
as ich dermon sich in dajne toln - wenn ich mich an deine Täler erinnere
is nor ich wejn un ich badojer. - Kann ich nur weinen und traurig sein.
Langsam, traurig, sehnsuchtsvoll, so singt es Maxim Levinsky. Aber dann vergleicht mal damit die Wiedergabe bei „Besarabye (sung in Yiddish) – Brave Old World + Perlman-Klesmer“. Fast gleicher Text. Aber was für ein Tempo! Nicht wieder zu erkennen. Und Itzhak Perlman, dieser Stargeiger auf internationalen Bühnen, ist sich nicht zu schade, Klezmer zu spielen. Fast zu perfekt!
Mir Basaraber
„Jetzt guck au do na“, die Bessaraber bringen eine schwäbische CD heraus. Das war mein erster Gedanke, als ich diesen Titel im Internet entdeckte. Aber reingelegt! Lauter jiddische Lieder. Komponiert von Efim Chorny aus Kischinev. Unglaublich.
Es gibt in Bessarabien also noch einen Sänger und Komponisten, der jiddische Texte vertont und in der Klezmer-Szene weltweit berühmt ist. Er ist Musiklehrer, Sänger, Schauspieler und Leiter des „Jüdischen Volkstheaters“ in Kischinev.
Das uns so vertraute „Mir Basaraber“ steht über einem Gedicht von Meir Charatz (1912 – 1993), der beschreibt, wie Juden im Bessarabien der Vorkriegszeit Landwirtschaft betrieben haben.
Für Deutsch-Bessaraber klingt fast aus jeder Zeile so viel Bekanntes heraus, dass ich eigentlich den ganzen Text übersetzen müsste. Aber ich will ja nur aus der Fülle der bessarabisch-jüdischen Lieder einen kleinen Eindruck vermitteln.
Efims Vertonung lässt mich einen heißen Sommertag verspüren. YouTube: „Mir Basaraber“ gesungen von Efim Chorny. „Mir Besaraber“ gesungen von Hilda Bronstein.
Der erste Vers:
Mir wos mir forn arojs in fartogn - Wir, die wir hinausfahren vor Tagesanbruch
firn dos ganze farmegn in wogn - haben alles was wir brauchen auf dem Wagen
schlepn die brojtn fun torbes fun groe - Brote nehmen wir mit in grauen Brotsäcken
essn gesaltsns un hobn hanoe. - Essen Gesalzenes (Saure Gurken usw.) und haben unsere Freude daran.
Übrigens, wenn man auf YouTube eingibt: „DerArtSoiree Bessarabien Die Juden der landwirtschaftlichen Kolonien in der Geschichte und Literatur“, dann sieht und hört man interessante Beiträge zu diesem Thema von Mariana Hausleitner, Alina und Milana Gilitschenski, produziert von Alla Tanunina. Sie alle haben Wurzeln in Rumänien und Bessarabien.
Deutsche Lieder aus Bessarabien
Lieder von Deutsch-Bessarabern sind mehr als rar. Im Grunde genommen ist nur eines richtig bekannt geworden: das sogennante Bessarabische Heimatlied von Albert Mauch. YouTube: „Heimatlied der Bessarabiendeutschen.avi“.
1956 feierten meine Großeltern Lydia und Christian Herrmann in Waiblingen bei Stuttgart ihre goldene Hochzeit. Neben meinem Opa saß ein großer stattlicher Mann, sein alter Lehrer Albert Mauch, der aus Sarata in Bessarabien stammte. Irgendwann war es soweit, worauf alle gewartet hatten. Albert Mauch setzte sich ans Klavier und griff kraftvoll in die Tasten. Alle erhoben wir uns und sangen stehend, voller Inbrunst das Bessarabische Heimatlied: „Gott segne dich mein Heimatland, ich grüß dich tausendmal …
Der mitreißende Gesang, am Klavier begleitet vom Vater dieses Liedes, das er selbst 34 Jahre zuvor geschrieben und komponiert hatte, das hat uns damals alle innerlich stark ergriffen. Meiner Mutter liefen die Tränen übers Gesicht und auch ich spürte die Feuchtigkeit in meinen Augen. Aber plötzlich schweiften meine Gedanken ab. „Erhalte du uns deutsch und rein…“ hatten wir gerade gesungen, und ich musste daran denken, wie ich kurze Zeit zuvor mit meiner Schwester ausgerechnet hatte, dass wir drei Viertel Schwäbisch und ein Viertel Plattdeutsch sind. Deutsch, das war zu weit weg oder vielleicht auch zu alltäglich.
Als ich kürzlich im Internet nach diesem Lied suchte, bin ich erschrocken. Auf was für deutschtümelnden Seiten ist es gelandet! Auf welchen kriegsverherrlichenden Kanälen wird es gefeiert! Das hört sich an, wie wenn die „Erneuerungsbewegung“ der 30er Jahre Auferstehung feiern wolle.
Wir sollten versuchen, uns hineinzuversetzen, unter welchen politischen Bedingungen Albert Mauch dieses Lied 1922 geschrieben hat. Nach dem 1. Weltkrieg hatte Rumänien Bessarabien besetzt und versucht, mit allen Mitteln die ethnischen Minderheiten zu romanisieren. Meine Mutter hat erzählt, dass sie auf dem Schulhof kein Deutsch, sondern nur noch Rumänisch sprechen durften. Das hat natürlich deutschnationale Strömungen geradezu heraufbeschworen. In diesem historischen Zusammenhang muss man den Text sehen.
Ähnlich wie beim Deutschlandlied, bei dem man die Verse mit überschäumenden nationalen Inhalten weglässt, wird mittlerweile ja auch beim Bessarabischen Heimatlied meistens nur die erste Strophe gesungen.
Beim Vergleich mit jiddischen Liedern fällt auf, dass die jüdischen Dichter und Musiker meistens einen sehr regionalen Bezug herstellen. Während beim Bessarabischen Heimatlied nur die Erwähnung „Schwarzmeerstrand“ erahnen lässt, auf welches Land sich das Lied bezieht.
Der Text bewegt sich in den allgemeinen großen Themen, wie Geburt und Tod, Liebe und Treue und Fruchtbarkeit des Landes. Vergleichbar mit dem jiddischen Lied über „di felder fun bessarabie“. Beide haben deshalb auch das Potential von vielen als eine Art Hymne angesehen zu werden. Wobei die marschliedartige Vertonung von Albert Mauch unserer Vor stellung von einer Hymne sehr entgegenkommt. Diese geniale Melodie kann unter die Haut gehen.
Die Melodien der jiddischen Lieder sind viel zurückhaltender. Sehr an den Text angepasst. Oft wie Sprechgesang. Voll innerer Schönheit.
Viele der Juden waren Profimusiker, spielten in Kapellen zu Hochzeiten und Beerdigungen, auch bei Deutschen. Die waren bestimmt nicht weniger musikalisch, machten aber Musik hauptsächlich in den Vereinen. Viel Zeit hatten sie als Bauern dafür nicht.
The Other Europeans. Juden undRoma als Musiker
Es ist kaum bekannt, dass die Ursprünge der heutigen Klezmer-Musik in Bessarabien zu suchen sind. „Bis Anfang des 20. Jahrhunderts lebten jüdische und Roma-Musikerfamilien in Bessarabien zusammen, heirateten und musizierten gemeinsam. Diese jüdischen Klezmer- und Roma Lautarimusiker formten eine einzigartige Musikkultur, die durch den 2. Weltkrieg zerstört wurde.
70 Jahre später begeben sich 14 international bekannte Musiker aus aller Welt auf eine Reise in diese Vergangenheit“. In Nordbessarabien, in Edinet, haben sie nach Resten dieser Musikkultur gesucht und haben sie auch gefunden. Ein hochinteressantes Projekt. Und die Musik, die dabei entstanden ist, ist weltweit einmalig. Es ist die „bessarabischste“ Musik, die ich je gehört habe. YouTube: „THE OTHER EUROPEANS IN: DER ZERBROCHENE KLANG / Trailer“.
A grojssn dank
Dieser Beitrag über die bessarabischen Lieder ist mein letzter in dem Gedenkjahr 1700 Jahre Judentum in Deutschland.
Mein Dank gilt Lance Ackerfeld mit seinem Team. Ihr habt das Yizkor-Gedenkbuch in englischer Sprache ins Netz gestellt. Ohne die Informationen der jüdischen Mitbürger aus Tarutino, Arzis, Sarata und Schabo hätte ich diese Artikelserie nicht schreiben können. Viele offene Fragen konnte ich nur durch deren Blickwinkel verstehen.
Uwe Quellmann wird noch Übersetzungen aus diesem jüdischen Gedenkbuch bringen und zwar über die Gemeinden Tarutino und Schabo. Ihm danke ich ganz besonders für die freundschaftliche Zusammenarbeit. Genauso wie meinem Arziser Bäsle Trudi Effinger für ihre lebendigen Beiträge. Sie ist die Einzige „fin maner grojssen mespuche wus sich schtark interessiert far die idischer loschn (schproch)“.
Heinz Fieß hat mich davon überzeugt, dass es kaum noch jemanden gibt, der über dieses Thema etwas schreiben kann. Da fühlt man sich schon ein bisschen einsam. Aber er hat mich ständig unterstützt. Und gefreut hat mich, dass auch weitere Beiträge erschienen sind, von Arnulf Baumann, Norbert Baier und Martha Betz. Vielleicht tauchen ja noch mehr deutsche-jüdische-bessarabische Geschichten auf?
Danken möchte ich herzlich Sigrid Standke, die mir mit Informationen aus dem bessarabischen Archiv weitergeholfen hat.
Dank Mariana Hausleitners Publikationen habe ich einen historischen Hintergrund bekommen, und durch ihr Netzwerk die Verbindung zu Paulus Adelsgruber erhalten, der einen Draht nach Kischinev hat zu Efim Chorny.
Bevor ich die Artikel immer kurz vor knapp bei Anne Seemann abliefere – danke für ihre Geduld – prüft ein Nichtbessaraber, ob das alles nur für Insider verständlich ist: Günther Weber, der schreibende Bäcker, hat mich formulierungsstark begleitet. Einen großen Dank Dir Günne.
Schlussendlich bin ich allen in meiner Familie dankbar, dass sie immer wieder Lust hatten, mit der Sprache zu spielen. Es ist typisch für Menschen, wie den Bessarabern, die in einem multikulturellen Sprachenmillieu gelebt haben, zwischen verschiedenen Sprachen hin und her zu wechseln, Ausdrücke der „Anderen“ zu verwenden, einfach Freude zu haben an den verschiedenen Sprachklängen. So wie man ja auch gerne singt.
Meine Oma konnte nicht singen. Sie hätte keine Stimme, meinte sie. Aber sie hat es genossen, in fünf verschiedenen Sprachen sich auszudrücken. Dieses Spiel verschiebt sich heutzutage bei den Jüngeren immer mehr auf die englische Sprache. Jiddische Wörter haben meine Kinder von mir keine übernommen. Diese Tradition ist beendet.
Auch in Bessarabien können nach Aussage von Paulus Adelsgruber, bzw. Efim Chorny, nur noch ganz wenige ältere Juden überhaupt noch Jiddisch sprechen.
Wos wet blajbn?
Und weltweit? Jiddisch wird noch von vielleicht ein paar hunderttausend Juden im Alltag gesprochen. Hauptsächlich von den ultraorthodoxen Gemeinschaften in New York, Jerusalem, und Antwerpen. Die Einflüsse der Umgebungssprachen wie Englisch oder Ivrit werden von Sprachwissenschaftlern aufmerksam registriert. Aber ob Jiddisch noch in zukünftigen Generationen lebendig sein wird, das weiß niemand so genau. „Wejs ach wus“ – was weiß ich, hat meine Oma gesagt, wenn sie auf eine Frage keine Antwort wusste.
(aus dem Mitteilungblatt Dezember 2021)