Dobrudscha-Seminar
10. April 2026, 16:00 Uhr – 12. April 2026, 13:30 Uhr
Die Veranstaltung möchte den Blick auf die Dobrudscha-Region zwischen Donau und Schwarzem Meer lenken, einen geschichtsträchtigen und ethnisch vielfältigen Raum, in dem fast 100 Jahre lang von 1842 bis zur Umsiedlung 1940 Deutsche gelebt haben.
Thema des Seminars ist die Zeit nach der Migration aus der alten Heimat Anfang des 19. Jahrhunderts, u.a. aus dem Elsass und aus Lothringen sowie dem Südwesten Deutschlands. Die Migrant:innen wanderten ins Russländische Reich aus und blieben dort ca. 30 Jahre, bevor sie weiter in die Dobrudscha siedelten. Nachfahren dieser deutschen Minderheit begeben sich auf Spurensuche – sie schauen zurück, vor allem auf die Jahre zwischen 1805 bis 1840. Es geht darum, die (Familien-) Geschichte - besonders mit Blick auf die Motive der Weiterwanderung - besser kennen und verstehen zu lernen.
Wir laden 2026 herzlich zu diesem Seminar in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt ein!
- Heinz Oertel, Hartmut Knopp Titus Möllenbeck, freier Referent
Bessarabiendeutscher Verein e.V. für die Akademie im Bistum Mainz
Anmeldung – Veranstalter und Kooperation
per Mail bis zum 12.02.2026 an: Katholische Erwachsenenbildung Südhessen (KEB) =>
https://bit.ly/KEB_Seminar_Dobrudscha_Erfurt; Informationen unter 0176 10240542 (T. Möllenbeck)
oder www.bistum-mainz.de/bildung/akademie/Veransaltungen
Tagungsort
Bildungshaus St. Ursula in Erfurt => www.bildungshaus-st-ursula.de
Vorbereitung und Moderation
Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin für Siebenbürgen, den Karpatenraum, Bessarabien und Dobrudscha am Siebenbürgischen Museum, Gundelsheim am Neckar
Dr. Hartmut Knopp, Geschäftsführer, und Heinz Oertel, stellvertretender Bundesvorsitzender im Bessarabiendeutschen Verein e.V., Stuttgart
Dr. Josef Sallanz, Historiker und Autor eines Buches über die Dobrudscha
PD Dr. Tobias Weger, Historiker und Volkskundler, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e.V. (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Uni- versität München; Projekt zu den Deutschen in der Dobrudscha
Titus Möllenbeck, freier Bildungsreferent der Akademie des Bistums Mainz (verantwortlich)
Teilnehmergebühr
180,-€ für Unterbringung im DZ, Verpflegung und Programm; Aufpreis EZ 70,-€
Die Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke e.V. (AKSB) ist anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), die das Seminar fördert. Die Akademie ist Mitglied der AKSB.
Sonstiges
Nach Anmeldeschluss kommt eine Bestätigungsmail mit weiteren Informationen, u.a. zum Teilnehmerbeitrag. Für weitere Informationen steht der Verantwortliche zur Verfügung (s.o.).
Eine Anreise ist bereits auch am Donnerstag, 9. April, gegen Zuzahlung von 120,-€ pP für Abendessen, Übernachtung und Frühstück im Tagungshaus möglich; für Freitagmorgen ist eine Stadtführung in Erfurt geplant.
Täglich
07:45 Uhr Angebot zu einem spirituellen Impuls und Frühstück (ab 8:00 Uhr)
10:30 Uhr Pause mit Kaffee und Tee
12:15 Uhr Mittagessen und freie Zeit; 14:30 Uhr Kaffee und Tee mit Kuchen
18:00 Uhr Abendessen
Geplanter Ablauf (Stand 14.01.2026)
Freitag, 10. April 2026
bis 16 Uhr Ankommen und ggf. Einrichten im Bildungshaus St. Ursula in Erfurt
16:30 Uhr Begrüßung und Ankommen, Kennenlernen und Gruppenarbeit
- Kennenlernen, Erwartungen, Programmablauf und Organisatorisches
- Erfahrungen mit der familiären Migration der Vorfahren
Moderation: Titus Möllenbeck, freier Bildungsreferent der Akademie
19:00 Uhr Gruppenarbeit und Input
- Aus dem deutschsprachigen Südwesten ins Russländische Reich: Gründe für die Migration im Überblick und Wege in die neue Heimat
Referenten: PD Dr. Tobias Weger und Dr. Josef Sallanz
21:00 Uhr Gemütliches Zusammensein
Samstag, 11. April 2026
09:00 Uhr Rückblick auf den Freitag
- Weitere Erkenntnisse und Einsichten
09:30 Uhr Vortrag und Gespräch
- Dorfgründungen im Zarenreich: „Den ersten der Tod, den zweiten die Not und den dritten das Brot?“
Referent: Dr. Josef Sallanz
11:00 Uhr Vortrag und Gespräch
- Ansiedlung und Alltagsleben in den Dörfern der neurussischen Gebiete
Referent: PD Dr. Dimytro Myeschkov, IKGN Lüneburg (angefragt)
15:00 Uhr Vortrag - ggf. Phase mit Kleingruppenarbeit - und Gespräch
- Ein Herrscherwechsel und seine Folgen: von Alexander I. zu Nikolaus I.
Referenten: PD Dr. Tobias Weger und Dr. Josef Sallanz
17:00 Uhr Vortrag und Gespräch
- Gründe für die Migration aus Südrussland (Bessarabien) in die Dobrudscha
Referent: PD Dr. Tobias Weger
20:00 Uhr Dobrudscha-Abend: Zusammensein mit Gesang (Anna Schaal) und Beiträgen
Sonntag, 12. April 2026
09:00 Uhr Rückblick auf den Samstag; Vortrag und Gespräch
- Aktuelle Projekte zur Geschichte deutscher Minderheiten in der Dobrudscha
Referentin: Dr. Heinke Fabritius, Kulturreferentin, u.a. für die Dobrudscha
11:00 Uhr Gruppenarbeit, Präsentation und offene (Abschluss-)Diskussion
- Mitarbeit und Projekte im Bessarabien- (u. Dobrudscha-)deutschen Verein, u.a. zur Familienforschung und Zusammenarbeit mit Museen in der Dobrudscha
Referenten: Hartmut Knopp, Heinz Oertel
12:15 Uhr Seminarauswertung
- Reflexion und Evaluation
Moderation: Titus Möllenbeck, freier Bildungsreferent der Akademie im Bistum Mainz
12:45 Uhr Mittagessen und Ende des Seminars; Verabschiedung
Bildungshaus St. Ursula, Erfurt, Trommsdorffstraße 29, 99084 Erfurt, Deutschland