Vortrag mit Podiumsgespräch
27. März 2026, 19:00 Uhr
Die multiethnisch geprägte Region der Bukowina, heute aufgeteilt zwischen Rumänien und der Ukraine, war seit dem späten 18. Jahrhundert ein österreichisches Kronland. Das vielsprachige Erbe des »Europa im Kleinen« inspiriert Kulturschaffende bis heute. Durch die Literatur von Karl Emil Franzos, Rose Ausländer oder Paul Celan ist die Landschaft und ihr geistiges Zentrum Czernowitz (ukr. Tscherniwzi, rum. Cernăuţi) weltweit bekannt geworden.
Seit Jahrzehnten forscht die Autorin Mariana Hausleitner zu dieser Region. . Hier zeichnet sie die historischen Grundzüge der Region unter besonderer Berücksichtigung der deutschen und jüdischen Bevölkerung nach. Der Bogen wird über die Eingliederung ins Habsburgerreich, als Deutsche und Juden einwanderten, und die Zwischenkriegszeit, als die Region an Rumänien kam, bis zu den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs mit der Aufteilung zwischen der Sowjetunion und Rumänien gezogen. Die Umsiedlung der Deutschen sowie die Deportation und Ermordung Zehntausender Juden bilden dabei die tragischen Tiefpunkte.
Mariana Hausleitner stellt ihr Buch zusammen mit Patricia Erkenberg, wiss. Mitarbeiterin des HDO München, vor.
Vortrag mit Podiumsgespräch
- Mariana Hausleitner, Autorin
- Patricia Erkenberg, wiss. Mitarbeiterin des HDO München
Haus des Ostens, Am Lilienberg 5, 81669 München, Deutschland