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Dank an Siegfried Trautwein

Siegfried und Sigrid bei einem Besuch in Nord Dakota
Siegfried und Sigrid bei einem Besuch in Nord Dakota

„Daheim in Deutschland“ - so fühlte sich Siegfried Trautwein, als er vor 12 Jahren nach Württemberg zog, in die Region, aus der vor 200 Jahren seine Vorfahren nach Tarutino ausgewandert waren. Hier fühlte er sich wieder daheim, nachdem er in zahlreichen Weltregionen wohnhaft war. Seine Lebensgeschichte hat er ausführlich in den Mitteilungsblättern Februar/März 2019 beschrieben. Daher seien nur die hauptsächlichen Stationen seines Lebens aufgezählt: Tarutino in Bessarabien, Hagenbüchach in Franken, Malken in Westpreußen, Wolfskrug und Louisenlund in Schleswig-Holstein, Wentorf bei Hamburg, New York USA, New Leipzig und Mott in North Dakota, Corvallis und Salem in Oregon, Fort Benning in Georgia, Fort Bragg in North Carolina, Nagasaki, Yakota Fussa und Akiruno in Japan und schließlich Nagold im Schwarzwald/ Deutschland. Kein Wunder, dass er sich nun endlich „angekommen“ fühlte. Viele Jahre war er als Lehrer im Dienst der US Army tätig. Und schließlich, als er bei der 200-Jahr-Feier in Tarutino 2014 teilnahm – so schreibt er: „lernte ich eine wunderbare Dame kennen, meine Sigrid“, mit der er im Bessarabiendeutschen Verein arbeitete, sie im Archiv und er als Hausmeister.

Es gab kaum eine Aufgabe, die Siegfried in unserem Haus der Bessarabiendeutschen nicht übernahm. Er kümmerte sich um die Haustechnik, montierte Regale, sorgte für die Sauberkeit im Haus, reparierte Möbel, räumte Stühle und Tische für Veranstaltungen, übernahm Kopieraufgaben, schredderte wichtige Papiere, sorgte für das Mittagessen der Mitarbeiter, half beim Geschirrspülen und vieles mehr. Auf vielen Reisen und Veranstaltungen war er dabei. Auf dem nebenstehenden Bild sehen wir ihn mit seiner Partnerin Sigrid Standke bei einem Besuch in Nord Dakota bei Michel Miller.

Darüber hinaus hat er unseren Verein immer mit sehr großzügigen Spenden unterstützt, z.B. als Museumspate für den „Harbiwagen“, zu dem er eine ganz besondere Beziehung hatte. Bereits sein Vater betrieb nämlich ein Fuhrunternehmen in Tarutino. Dafür ganz herzlichen Dank!

Nun muss er aus gesundheitlichen Gründen seine Mitarbeit im Vereinshaus einstellen. Ich konnte sechs Jahre mit ihm zusammenarbeiten und er hat mir mehrfach versichert, wie gerne er jede Woche in den Bessarabiendeutschen Verein kommt, obwohl es von Nagold nach Stuttgart schon eine beträchtliche Anfahrt ist. Er ist nicht nur gerne gekommen, er hat wiederholt erklärt, wie dankbar er dafür ist, mitarbeiten zu können. Wir vermissen sein Mitwirken im Hause sehr, als ehrenamtlicher Mitarbeiter und als Mensch, fleißig, bescheiden und interessiert, wie wir ihn kennengelernt haben. 

Unser Verein kann seine Arbeit nur wahrnehmen, wenn viele Aufgaben im Ehrenamt ausgeübt werden. Wir sind froh, dass sich bisher immer Menschen für die unterschiedlichsten Tätigkeiten bereit erklärten.

Siegfried, für all Dein Engagement einen ganz herzlichen Dank!

Hartmut Knopp
Bundesgeschäftsführer